Für meine Einzelausstellung motus im Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath plane ich
einen kulissenartigen Parcours meiner Malerei. Dabei werden Papierbahnen von überlebensgroßer Höhe in Abschnitten von fünf oder zehn Metern Länge streckenweise an den Wänden befestigt und laufen sodann bogenförmig und freistehend in den Raum hinein. Die laufende Papierwand ist einer Zeichnung ähnlich, die eine erweiterte Raumwahrnehmung schafft.
Die Kulissen sind auf Variabilität und Endlosigkeit hin konzipiert. Die zum Teil eigenwillige Maltechnik macht Zeit, Raum und Bewegung unmittelbar erfahrbar.
An ausgewählten Stellen wird der Parcours durch Tafelbilder rhythmisch unterbrochen. Diese Bilder sind über Zeiträume von Jahren und Jahrzehnten entstanden und bilden eine synergetische Ergänzung zu den besagten Kulissen, denn ihr singuläres Konzept verweist auf die Totalität der raumgreifenden Malerei und umgekehrt. Wie die Installationen, so suggerieren auch sie Variabilität und Endlosigkeit, realisieren sich jedoch konsequent innerhalb ihres vorgegebenen Rahmens und transformieren den Augenblick der Begegnung in eine konzentrierte Stille.
Das Ausstellungskonzept ist insgesamt offen angelegt, vielleicht endlos. Es vermittelt Emotionen der physischen und mentalen Anwesenheit im unaufhaltsamen Jetzt.
Andreas Bausch *1966
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