Geboren und aufgewachsen in Dortmund studiert Wilhelm Schürmann an der RWTH Aachen Chemie, bevor er sich mit Ende zwanzig für die Fotografie entscheidet. Er hat einige Ausstellungen und Veröffentlichungen, arbeitet als Fotojournalist und gründet Anfang der 70er Jahre gemeinsam mit dem befreundeten Fotografen Rudolf Kicken in Aachen die Photogalerie Lichttropfen. In den Museen ist die Fotografie als künstlerische Ausdrucksform noch nicht akzeptiert – die beiden sind Wegbereiter.
1975 sind sie mit Fotografie erstmals auf der Art Cologne vertreten, 1976 auf der Art Basel. Während dessen erhält Wilhelm Schürmann Lehraufträge und unterrichtet von 1972- 1979 am Institut für Architektur der RWTH Aachen. 1981 folgt die Professur für Fotografie bis zu Schürmanns Emeritierung 2011.
Wilhelm und Gaby Schürmann sind bekannt als Sammler zeitgenössischer Fotografie und Kunst- ihre Werke befinden sich als Leihgaben in internationalen Museen wie dem MoMA in New York, dem Getty Museum in Los Angeles, in der Sammlung Ludwig, im mumok in Wien, im Museum Folkwang in Essen u. v. a. m.
2020 erhält das Paar für seine Sammler- Aktivitäten den Art- Cologne- Award.
Wilhelm Schürmanns Sammlerleidenschaft und Begeisterung für die zeitgenössische Kunst prägen maßgeblich sein eigenes fotografisches Sehen, seinen Fokus- dies gilt gleichermaßen umgekehrt: „Ich weiß ja selbst nicht“, sagt er, „ob ich diese Kunst sammle, weil ich so fotografiere, oder ob ich so fotografiere, weil ich von dieser Kunst umgeben bin.“
Wilhelm Schürmann